Die Tipps unseres Teams
- Plant lieber großzügig: Mindestens 5 Tage, idealerweise 7. Die NC500 ist keine Strecke, die man einfach abspult, sondern eine Route, die man in vollen Zügen genießen sollte.
- Im oder gegen den Uhrzeigersinn? Beides ist möglich und hat seine Vorteile. Die meisten Reisenden fahren zuerst nach Westen, um sich die wilde Nordküste für den Schluss aufzuheben.
- Buche deine Campingplätze frühzeitig: Im Juli und August sind manche Stellplätze bereits mehrere Wochen im Voraus ausgebucht.
- Tank, sobald es möglich ist: Entlang der Nordküste gibt es nur wenige Tankstellen. Fahr niemals mit weniger als einem halben Tank weiter.
- Plane nicht zu viele Etappen pro Tag: Kurvige Straßen und einspurige Strecken dauern länger, als sie auf der Karte wirken.
North Coast 500: Der komplette Guide zur legendären Route durch Schottland
Man nennt sie die schottische Route 66, und das völlig zu Recht. Die North Coast 500 (NC500) ist eine 830 Kilometer lange Rundstrecke ab Inverness, die entlang der gesamten Nordküste Schottlands führt und wieder dorthin zurückkehrt. Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2015 hat sie sich innerhalb weniger Jahre zu einem der beliebtesten Roadtrips Europas entwickelt.
Vom Wind gepeitschte Klippen, menschenleere Strände mit weißem Sand, abgelegene Fischerdörfer und Straßen, die scheinbar nirgendwohin führen: Die NC500 ist genau die Art von Roadtrip, die man sich bei Schottlands unberührter Wildnis vorstellt. Hier erfährst du alles, was du wissen solltest, bevor du dich auf den Weg machst.
Was genau ist die North Coast 500?
Die NC500 ist eine 516 Meilen (etwa 830 km) lange Rundstrecke, die in Inverness, der Hauptstadt der Highlands, beginnt und endet. Sie führt durch die Regionen Wester Ross, Assynt, Sutherland und Caithness, bevor sie an der Ostküste wieder gen Süden verläuft.
Im Gegensatz zu anderen, klassischeren Roadtrips durch Schottland (Edinburgh, Skye, Highlands) führt dich die NC500 in eine deutlich weniger besuchte Region: kaum große Städte, fast keine öffentlichen Verkehrsmittel und kilometerlange Straßen zwischen Heideflächen und Meer. Genau wegen dieses Gefühls, am Ende der Welt angekommen zu sein, entscheiden sich viele für diese Route.
Die unverzichtbaren Etappen der North Coast 500
Applecross und der Bealach na Bà
Der schwindelerregendste Bergpass Schottlands: Serpentinen, Steigungen von bis zu 20 % und oben ein atemberaubender Blick auf die Isle of Skye. Adrenalin ist garantiert, auch wenn du nicht selbst am Steuer sitzt.
Ullapool
Der kleine, farbenfrohe Hafen am Loch Broom ist der perfekte Zwischenstopp für eine Portion Fish & Chips, bevor es weiter nach Norden geht.
Durness und die Smoo Cave
Das nordwestlichste Dorf des britischen Festlands mit einer beeindruckenden Meereshöhle, die zu Fuß erreichbar ist. Von hier aus gelangst du außerdem ideal zu den menschenleeren Stränden der Sango Bay.
John o’Groats und Duncansby Head
Der nordöstlichste Punkt des britischen Festlands. John o’Groats selbst ist vor allem symbolisch bedeutsam. Fahr aber noch 3 km weiter bis nach Duncansby Head: Die Klippen und Felsnadeln zählen zu den schönsten in ganz Schottland.
Dornoch
Auf dem Rückweg nach Inverness lohnt sich ein Stopp in dieser kleinen Küstenstadt an der Ostküste. Sehenswert sind vor allem die mittelalterliche Kathedrale und der feine Sandstrand.
Wie viel Zeit solltest du für die North Coast 500 einplanen?
Die meisten Reiseführer empfehlen 5 bis 7 Tage, um die komplette Runde entspannt zu fahren.
In 5 Tagen siehst du alle Highlights, bist aber ziemlich flott unterwegs. In 7 Tagen bleibt Zeit, spontan an einem menschenleeren Strand anzuhalten, eine Wanderung zu machen oder einfach ohne schlechtes Gewissen eine Pause einzulegen, ohne ständig auf die Uhr zu schauen.
Unser Tipp: Zähle nicht die Kilometer, sondern die Zeit. 830 km auf kurvigen und einspurigen Straßen dauern deutlich länger als dieselbe Strecke auf der Autobahn.
Wann ist die beste Zeit für die North Coast 500?
Wie im übrigen Schottland ist Mai bis September die ideale Reisezeit: geöffnete Straßen, milderes Wetter und lange Tage mit viel Tageslicht.
Seit ihrem Start im Jahr 2015 ist die NC500 im Juli und August ein Opfer ihres eigenen Erfolgs: volle Campingplätze und mehr Verkehr auf den Single-Track-Roads. Mai, Juni oder September bieten die beste Mischung aus angenehmem Wetter und Ruhe.
Der Winter ist spektakulär, aber eher etwas für erfahrene Reisende: sehr kurze Tage, teilweise verschneite Straßen und viele Angebote, die außerhalb der Saison geschlossen sind.
Praktische Tipps für die North Coast 500
Die Straßen
Ein großer Teil der NC500 führt über einspurige Straßen mit Ausweichstellen, an denen man aneinander vorbeifahren kann. Fahrt langsam, lasst im Zweifel bergauf fahrenden Fahrzeugen den Vortritt und parkt niemals an einer Ausweichstelle.
Der Treibstoff
Tankstellen sind an der Nordküste rar, besonders zwischen Ullapool und Durness. Tankt daher immer voll, sobald sich die Gelegenheit bietet.
Das Campen
Auch hier gilt das schottische Jedermannszugangsrecht: Verantwortungsvolles Wildcampen ist entlang fast der gesamten Strecke erlaubt. In der Hauptsaison sind offizielle Campingplätze mit Duschen und Strom nach einem langen Fahrtag allerdings deutlich komfortabler.
Das Mobilfunknetz
Entlang der Nordküste ist der Empfang sehr ungleichmäßig und über lange Strecken gar nicht vorhanden. Ladet eure Karten vor der Abfahrt offline herunter und informiert eure Angehörigen über eure ungefähre Route.
Den Spirit der North Coast 500 mit Scotland Nomads erleben
Die North Coast 500 verkörpert perfekt, was wir am Roadtrip durch Schottland lieben: die völlige Freiheit, anzuhalten, wo es dir gefällt, ganz ohne festgelegte Route. Genau das ist auch der Geist unseres Angebots bei Scotland Nomads: ein mit Dachzelt ausgestatteter SUV, mit dem du dort übernachtest, wo die Landschaft am schönsten ist, ganz egal, wohin dich die Straße führt.
Unser 7-tägiger Roadtrip führt dich vom Loch Lomond über die Cairngorms bis zur Isle of Skye. Die Campingplätze sind bereits reserviert und ein ausführlicher Routenplan ist inklusive. So entdeckst du die Highlands, ohne stundenlang planen zu müssen, und kannst vielleicht eines Tages für die NC500 selbst zurückkehren.